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Lean Coffee: Warum das offenste Format die tiefsten Gespräche erzeugt

Das Paradox der offenen Agenda

Wer das erste Mal an einem Lean Coffee teilnimmt, ist oft skeptisch. Keine vorbereiteten Themen, keine Moderation im klassischen Sinn, keine Experten, die Antworten liefern. Wie soll daraus ein produktives Format entstehen?

Die Antwort liegt im Prinzip selbst: Die Themen kommen von denen, die sie wirklich bewegen.

Wie es funktioniert

Zu Beginn notiert jeder Teilnehmende seine Themen auf Karten. Das Plenum priorisiert per Punktabstimmung. Dann wird das erste Thema diskutiert – mit einem Timer. Nach fünf Minuten entscheidet die Gruppe per Handzeichen: weiterdiskutieren oder nächstes Thema.

Das Ergebnis: Kein Thema wird totgeredet. Kein Thema stirbt mangels Zeit.

Warum es funktioniert

Lean Coffee funktioniert, weil es Verantwortung zurückgibt. Wer ein Thema einbringt, bringt auch Substanz mit. Wer mitdiskutiert, hat echte Erfahrung damit.

Das ist der Unterschied zu klassischen Workshops, die von Experten für Nicht-Experten konzipiert werden. Lean Coffee ist Peer-Learning in Echtzeit.

Der Praxisdialog als monatliches Format

AGILean nutzt Lean Coffee als Grundstruktur für den monatlichen Praxisdialog. Jeden dritten Donnerstag – kostenlos, online, ohne Agenda. Wenn Sie ein Thema haben, das Sie in Projekten oder Abteilungen bewegt: Das ist der richtige Ort dafür.